Der Daṇḍakawald ist ein Gebiet, das von gewöhnlichen Menschen gemieden wird. In der Einsamkeit dieser Region leben daher überwiegend fromme Asketen und Rākṣasas. Rāma verspricht den Weisen, sie vor den Gefahren dieses Waldes zu beschützen, und schlägt sein Lager in einem Waldstück namens Pañcavaṭī auf.
Daṇḍakāraṇya ist das letzte Landstück vor dem Ozean im Süden und somit für Rāvaṇa, den König der Rākṣasas, von strategischer Bedeutung. Er legt viel Wert auf die großräumige Kontrolle dieses Küstenstreifens und hat deshalb auch einige seiner engsten Verwandten und Kampfgefährten in dieses Gebiet beordert, unter anderem seine Schwester Śūrpaṇakhā und seinen Bruder Khara.
Śūrpaṇakhā begegnet eines Tages Rāma und verliebt sich sofort in ihn. Sie nimmt eine (zumindest in ihren Augen) verführerische Form an, begibt sich zur Hütte des Prinzen und bezirzt ihn und seinen Bruder nach allen Regeln der Kunst. Rāma und Lakṣmaṇa weisen jedoch jegliche Avancen zurück. Als Śūrpaṇakhā sich daraufhin anschickt, Sītā zu töten, verstümmeln die beiden Krieger die Angreiferin. Śūrpaṇakhā sucht in ihrer Verzweiflung die Hilfe ihres Bruders Khara, der dann auch mit seiner gesamten Armee von 14.000 Soldaten zu einer Strafexpedition aufbricht.
Doch Rāma tötet ausnahmslos jeden dieser Rākṣasas. Śūrpaṇakhā flieht daraufhin zu ihrem ältesten Bruder nach Laṅkā. Auch Rāvaṇa sagt seine Hilfe zu und begibt sich nach Pañcavaṭī. Allerdings will er nicht mit Rāma kämpfen, sondern ihm seine Frau stehlen, deren Schönheit Śūrpaṇakhā in den höchsten Tönen gepriesen hatte. Mit Hilfe des Magiers Mārīca gelingt es schließlich, Rāma und Lakṣmaṇa von ihrer Hütte fort zu locken, so dass für Rāvaṇa der Weg frei ist, Sītā zu entführen.
Auf dem Weg zurück in seine Hauptstadt Laṅkā wird Rāvaṇa von Jaṭāyu, einem riesigen Geier, angegriffen. Jaṭāyu ist ein alter Freund Daśarathas und hatte Rāma versprochen, Sītā im Wald zu beschützen. Nach einem langen und verbittert geführten Kampf muss sich Jaṭāyu schließlich geschlagen geben und stirbt.
Rāma beklagt herzzerreißend den Verlust Sītās und durchstreift in fast irrer Wut und Verzweiflung den Wald auf der Suche nach seiner geliebten Frau. Schließlich wird ihm geraten, zu einem See namens Pampā zu gehen. Dort soll er die Gemeinschaft Sugrīvas, des Königs der Affen, suchen, denn von ihm würde er Hilfe erfahren. Mit der Ankunft Rāmas und Lakṣmaṇas am Pampāsee endet der Araṇya-kāṇḍa.
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